Nach einem 4-tätigen Trainingslager in Köln ging es für Marie und Mia direkt weiter zum Osterturnier nach Douai in Frankreich (40 km südlich von Lille). Die ehemalige Bergbauregion ist bekannt aus dem Film “Willkommen bei den Sch´tis“. Und ja, an einigen Ecken sieht es auch immer noch so aus.

Los ging es bei gefühlten 5 Grad am Freitag gegen Irland. Der DHB hatte nur die Sommerkollektion mit Tank-Top im Angebot, daher musste viel gelaufen werden um sich warm zu halten. Am Ende stand ein deutlicher 7-1 Sieg mit vielen schön herausgespielten Toren.

Im zweiten Gruppenspiel am Samstag gegen Gastgeber Frankreich ging es ähnlich weiter. Am Ende stand ein klarer 5-1 Sieg. Die französische Torwartin wurde am Ende des Turniers als „Best-Goalkeeper“ ausgezeichnet. Was dann wohl auch am Ausgang dieses Spiels gelegen haben mag – es hätte auch zweistellig ausgehen können.

Das Dritte Gruppenspiel gegen Spanien war dann eine andere Nummer. Angeführt von der ehemaligen DHC Jugendspielerin Raquel Hofmeister (die mittlerweile für Las Palmas in Spaniens 1. Liga an den Start geht) entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Spanierinnen mit 1-0 in Führung gingen. Erst in der 2.ten Halbzeit konnte Deutschland das Spiel auf 2-1 drehen und vergab mit einem verschossenen 7-Meter sogar einen noch höheren Sieg.

Während die Spielerinnen in einem IBIS Hotel ausserhalb der Stadt “einkaserniert“ waren trafen sich die Eltern (u.a. Klipper, RW, Wespen, BHC, SC80, Nürnberg, MSC…) in einem algerischen Restaurant in der Innenstadt und konnte bei der Bestellung die Reste des noch vorhandenen Schulfranzösisch testen und den Tag ausklingen lassen.

War an den ersten Turniertagen Daunenjacke und Wintermütze angesagt so stand am Finaltag die Sonnenbrille im Vordergrund. Finalgegner am Ostermontag war erneut Spanien, die Ihre anderen Spiele gegen Tschechien und Polen souverän gewonnen hatten. Der spanische Fanblock war recht siegessicher und sang schon ½ Stunde vor Anpfiff „Que Viva Espagna“.

Das deutsche Team startete mit viel Ballbesitz in die Partie – und das frühe Führungstor durch Marie gab der Mannschaft zusätzlich Sicherheit. Einzig – es fiel kein zweites Tor. So blieb das Finale bis zur letzten Minute spannend, weil die Spanierinnen über Ihre schnellen Stürmer immer wieder gefährliche Konter setzen und auch zu etlichen Torschüssen kamen. Kurz vor Schluss setzte Team Spanien nochmal alles auf eine Karte, nahm den Torwart heraus und warf alles nach vorn.

Aber mit einer guten Torhüterin und einer engagierten Abwehrleistung überstand das Team auch diese Phase und durfte am Ende verdient den Pokal in den Himmel recken. Glückwunsch an das gesamte Team, Trainer und Betreuer zu diesem Erfolg !!

Vielen Dank auch an den sympathischen Ausrichterklub HC Douai. Und wie sagte schon Danny Boon im Sch´tis – Film“… wenn man in den Norden von Frankreich kommt, dann weint man zweimal. Wenn man ankommt und wenn man wieder geht“.

Auf Wiedersehen – es hat Spaß gemacht.

Impressionen

Autor: Stefan Brennecke
Bildquelle: privat